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Marion Lindenmayer Heilpraktikerin

Was ist Neurodivergenz (ADHS, Autismus, Hochbegabung, Hochsensibilität, Legasthenie..)

Neurodivergenz ist ein Begriff welcher in den 1990er Jahren von einer australischen Soziologin geprägt wurde. Er wird verwendet, wenn die neurologische Entwicklung und Funktionsweise von der sogenannten „neurotypischen“ Norm abweicht. Das bedeutet dass das Gehirn anders strukturiert ist oder anders funktioniert als das, was als „typisch“ oder „durchschnittlich“ angesehen wird.

Diese Unterschiede können sich auf verschiedene Weise äußern und betreffen das Denken, Lernen, Wahrnehmen und die Interaktion mit der Umwelt. Anforderungen des täglichen Lebens, die für neurotypische Menschen als normal erscheinen, können für neurodivergente Menschen große Herausforderungen darstellen.

Neurodivergente Störungen wie ADHS und Autismus  beeinflussen nicht nur das Verhalten und die kognitive Leistungsfähigkeit, sondern wirken sich auch erheblich auf die körperliche Gesundheit aus. Aktuelle Studien zeigen, dass neurodivergente Menschen im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung häufiger von chronischen Erkrankungen, Schlafstörungen, Stoffwechselproblemen und Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes (Typ 1 und Typ 2), Fettstoffwechselstörungen und Bluthochdruck leiden.

(Meta-Analyse von Dhanasekara et. Al. 2023)

kopf mit pfeilen

Welchen Ansatz wähle ich?

In der Begleitung neurodivergenter Menschen möchte ich auf die besonderen Herausforderungen und Bedürfnisse von Menschen mit ADHS, Autismusspektrumstörung (ASS), Hochbegabung, Hochsensibilität, Legasthenie eingehen.

In meiner therapeutischen Arbeit ist mir die Wertschätzung von Neurodiversität von besonderer Bedeutung. Es geht mir darum, die Stärken neurodivergenter Menschen zu fördern, Vertrauen aufzubauen, Resilienz fördern und individuelle Ziele unterstützen.

Eine neurodivergenzsensible Identitätsarbeit beschreibt den Prozess, die eigene Identität unter der Berücksichtigung der individuellen, neurologischen Besonderheiten (wie Autismus, ADHS, Legasthenie, Hochbegabung und Hochsensibilität) zu verstehen, zu akzeptieren und neu zu formen.

In einer Welt, die weitgehend für neurotypische Menschen strukturiert ist (vor allem Schule, Studium, Arbeitsstelle), erleben sich neurodivergente Personen oft mit dem Gefühl von „Ich bin falsch“ oder „Ich bin schwierig“. Hier ist mir vor allem wichtig Menschen zu einem authentischen Selbstbild zu verhelfen, sie in Ihrer Individualität zu stärken und ein sog. „Refraiming“ (Umdeuten, Perspektivwechsel, neu besetzen) zu ermöglichen.

Es geht darum, die eigenen Bedürfnisse zu validieren, statt zu versuchen, sich in ein System zu pressen, welches nicht für das eigene, individuelle Gehirn gemacht wurde.